Als neue Methode des Suchmaschinenmarketings werben Anbieter damit, die Autovervollständigung (Autosuggest / Autocomplete-Funktion) von Google für Unternehmen oder Anwaltskanzleien beeinflussen zu können. Da uns bereits mehrere Kunden auf die Sinnhaftigkeit und Funktionsweise angesprochen haben, möchten wir in unserem Kanzleimarketing Magazin näher darauf eingehen.

In diesem Artikel klären wir folgende Fragen:


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Was ist die Google Autosuggest Funktion?

12.06.2021

Die Autocomplete-Funktion von Google, auch Suggest oder Autosuggest genannt, liefert dem suchenden Nutzer wertvolle Informationen. Beim Eintippen einer Suchanfrage erscheinen automatisch Suchvorschläge, die den Suchenden dabei unterstützen, seine Anfrage passend zu formulieren. Diese Funktion gibt Aufschluss darüber, welche Fragen anhand der bereits eingegebenen Keywords oft formuliert werden und erspart dabei auch noch Tipparbeit.

Wie werden Suggest generiert?

Auch hier werden von Google Algorithmen eingesetzt. Wie genau diese arbeiten, ist nicht offengelegt, jedoch kann man davon ausgehen, dass gerade die Häufigkeit eingegebener Formulierungen und aktuelle Trends darauf den meisten Einfluss nehmen. Bei den Autocompletes von Google erkennt man deutlich, dass diese schnell auf Suchtrends und aktuelle Ereignisse reagieren.




Nutzen der Autocomplete Funktion für das Suchmaschinenmarketing

12.06.2021

Die Suggest-Funktion nutzt nicht nur dem Nutzer an sich, sondern kann auch für das eigene Suchmaschinenmarketing profitabel sein. Gerade in der Recherche von Keywords und alternativen Keyword-Kombinationen ist diese Funktion Gold wert. In der Suchmaschinenoptimierung sollte man seine Landingpage darauf optimieren, dass sie bei möglichst vielen Suggests zum Keyword möglichst weit vorne rankt. So können viele Klicks und damit Conversions generiert werden.

Auch das Erkennen von Trends kann sehr profitabel sein. Als Beispiel im Zusammenhang mit der Anwaltstätigkeit: Ende Februar 2021 beschlagnahmten die Behörden rund 70.000 Hanfsamen in mehr als 5.800 Briefen. Daraufhin folgte eine Zunahme der Suchanfragen und Suggests wie „sensi seeds zoll 2021“ oder „hanfsamen hausdurchsuchung“. Diese wurden den Suchenden ausgespielt. Rentabel für den Anwalt, der zeitnah reagierte und diese Suchanfragen durch erstellte Inhalte bediente. Viele Fragen sich hierbei, ob man auf die Suggest-Funktion nur reagieren kann oder diese auch bewusst verändern kann. Auf diese Frage möchten wir ebenfalls kurz eingehen.

Autcomplete Funktion bei Google


Kann man die Autosuggest Funktion von Google manipulieren?

12.06.2021

Auch wenn die genauen Voraussetzungen nicht bekannt gegeben wurden, ist sicher, dass die künstliche Intelligenz (KI) bei der Google Autocomplete Funktion folgende Parameter miteinbezieht:

  • Häufigkeit der Suchanfragen
  • Aktualität und Trends
  • Standort (Land und Region oder Stadt)

Schafft man es, dem Algorithmus ein breites und ernsthaftes Interesse an einer bestimmten Suche vorzugaukeln, wird Google dies auch ausspielen. Ganz einfach ist dieses Unterfangen jedoch nicht. Eine Manipulation kann durch eine passive Einflussnahme (zum Beispiel durch eine PR-Aktion) oder durch aktive Einflussnahme (durch die Erzeugung von Suchvolumen) geschehen. Hier haben Anbieter einen Markt entdeckt, auf deren Vorgehen wir im Folgenden eingehen möchten.




Sind Anbieter von Autosuggest Manipulationen seriös - Erfahrungen?

12.06.2021

Auf die zweite Variante der Einflussnahme, also das Erzeugen von Suchvolumen auf eine gewünschte Begriffskombination, haben sich nun scheinbar einige Anbieter fokussiert und versprechen, das gewünschte Ergebnis innerhalb weniger Wochen umsetzen zu können.

Ein Beispiel für ein solches Ergebnis ist etwa das Suggest „anwalt erbrecht münchen empfehlung gewünschte-domain.de“ bei der Sucheingabe „anwalt erbrecht“ im Raum München.

Es steht fest, dass Google seit einigen Jahren durch die Auswertung vieler Informationen erkennt, ob es sich um einen echten User handelt oder nicht. Mit Klickbots kann man derartige Manipulationsversuche also nicht umsetzen. Man bräuchte hierfür ein riesiges Netzwerk von tausenden Usern in der gewünschten Zielregion, die zu verschiedenen Zeiten, mit verschiedenen IP-Adressen und über einen längeren Zeitraum dieselbe Suchkombination eingeben. Bei einem solch enormen Aufwand würden die Kosten dem Nutzen wohl deutlich übersteigen.

Wie also gelingt es diesen Anbietern das Google Autosuggest für überschaubare Preise zu manipulieren? Eine Möglichkeit sind sogenannte „Klickfarmen“, die gerade in China ansässig sind. Für Klickfarmen werden niedrige bezahlte Arbeitnehmer angeheuert, die vor einer Wand aus Hunderten Smartphones stehen und je nach Auftrag Klicktätigkeiten verrichten.

Durch derartige Klickfarmen kann man etwa Traffic auf eine Website bringen, auf bezahlte Werbelinks der Konkurrenz klicken lassen oder eben auch Suchvolumen erzeugen. Mittels VPN kann der virtuelle Standort schnell und einfach von China zum gewünschten Ort transferiert werden.

Grundsätzlich handelt es sich bei dieser Methode nur um die Erzeugung eines künstlichen Interesses, um darüber die Ergebnisse einer Suchmaschine wie Google zu beeinflussen – also um Suchmaschinenspam und Manipulation.

Es ist durchaus möglich, dass die Anbieter ihr Versprechen halten und es zur Ausspielung der gewünschten Suggests kommt und darüber auch Traffic auf der Website oder Landingpage erzeugt wird. Unser Fazit rät jedoch aus gutem Grund von dieser Methode ab.




Fazit zur Manipulation von Autosuggest

12.06.2021

Kein Zweifel, es ist natürlich eine feine Sache, wenn man durch Google Autosuggest viele Nutzer erreichen kann und schließlich auch noch positiv mit dem eigenen Brand oder Kanzleinamen dort angezeigt wird. Mächtige Unternehmen wie Google werden sich derartige Manipulationen hingegen nicht lange gefallen lassen. Über kurz oder lang muss man also davon ausgehen, dass Google eine Möglichkeit findet, um derartige Versuche zu unterbinden. Strafen für einzelne Domains, also sogenannte „Google Penaltys“ sind hierbei nicht ausgeschlossen und können eine gesamte Website über längere Zeit aus dem Ranking entfernen und somit das gesamte Online-Marketing schädigen.

Als Agentur für Kanzlei-Marketing mit Schwerpunkt im Suchmaschinenmarketing raten wir deshalb vor derartigen Manipulationsversuchen ab. Unsere Erfahrung mit Autosuggest und Suchmaschinenoptimierung hat uns einen Grundsatz auferlegt:

Betrüge niemals Google!

Auch wenn solche Tricks durchaus einige Zeit lang klappen können, wird man langfristig gegenüber denen das Nachsehen haben, die einzigartige Inhalte mit Mehrwert zu den Fragen der Nutzer bereitstellen.




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